Legale Illegalität
Im Kanton Zürich befinden sich vier Rückkehrlager: Zwei zweckentfremdete Häuser, eine Barracken Ansammlung und ein Bunker.
Zu oft lehnt das Staatssekretariat für Migration (SEM) Asylgesuche ab, bei Personen die gar nicht ausgeschafft werden können, da die Abkommen fehlen und die zwangsmässige Ausschaffung
unzulässig ist.
Ohne Arbeitsbewilligung, ohne Anrecht auf Sozialhilfe und den Verlust der Grundrechte, wird den Betroffenen Nothilfe angeboten, das sind CHF 60.00 pro Woche. Sogar diese läppischen Almosen werden an Bedingungen gekoppelt. Nothilfe muss beantragt werden, und geht mit einer Registrierung bei den Behörden einher. Ab diesem Zeitpunkt leben Menschen in der Schweiz in einer vom Staat
verursachten legalen Illegalität (Büchi, 2022, 5).
Nur 54% der abgewiesenen Asylsuchenden melden sich für die Nothilfe an. Es sind meist vulnerable Personen, die keinen anderen Ausweg haben. Das Geld muss für alles reichen Essen, Kleider, Handyabo, Spielzeug, Zahnarzt und so weiter. Nur die Grundversicherung der Krankenkasse muss nicht auch noch mit den CHF 60.00 pro Woche bezahlt werden.
Auf Nothilfe angewiesene Personen müssen in Rückkehrlagern bzw. Rückkehrzentren leben. Im Jahr 2020 waren nicht nur Erwachsenen, sondern auch 571 minderjährige Kinder von der Nothilfe abhängig. Etwa die Hälfte war zwischen 0 und 6 Jahren alt (Rumpel, 2022, 28).
Im Kanton Zürich müssen die Bewohner:innen meistens zweimal pro Tag mit Unterschrift ihre Anwesenheit bestätigen um ihr Geld zu bekommen, was wiedermal zeigt, dass der Kanton Zürich die Zermürbungsstrategie noch extremer fährt als andere Kantone.
Legale Illegalität dauert jahrelang! Menschen leben jahrelang in Baracken, in Bunker und zweckentfremdeten Gebäuden und das mit CHF 60.00 pro Woche, das an abgelegenen, isolierten und menschenunwürdigen Orten (Büchi, 2022, 6)!
„Wenn das Nothilferegime von den Menschen verlangt, in den vorgesehenenNothilfelagern zu wohnen, um nach 5–10 Jahren Chancen (wenn auch nur geringe) auf einen positiven Härtefallbescheid zu kriegen, diese Menschen aber zugleich zu jeder möglichen Uhrzeit in ihrem Zuhause verhaftet werden können, wird ihnen jegliches Gefühl von Sicherheit genommen“ (Wo Unrecht zu Recht wird, 2022, 6).
Unter diesen Umständen können die Grundbedürfnisse gemäss dem fünf Säulen Modell (Silove, 2013) nicht erfüllt werden. Der Zwang so leben zu müssen sind schwerlich mit dem Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte vereinbar und weisen auf eine menschenverachtende Zermürbungstaktik hin.
Nothilfelager können nicht verbessert werden sie müssen geschlossen und in dieser Form abgeschafft werden.
Rückkehrzentrum - Rohr
Eckdaten
| Standort | Rohr, Kloten |
| Kapazität | 80 |
| Zimmerbelegung | 2 - 18 Personen |
| Fläche | 4532 qm2 |
| In Betrieb seit | Ca. 1994 |
| Betreiber:innen | ORS |
| Eigentümerin | Kanton Zürich |
| Typologie | Umgenutzte Container |
Zur Planungsgeschichte
Abb. Luftbild, Kanton 1998
Aufgrund von map.geo.admin historischen Karten wird vermutet, dass die ersten drei Temporären bauten 1994 auf dem Gelände errichtet wurden. Davor handelte es sich wahrscheinlich um Landwirtschaft oder Weideland.
Das SEM hat seit 1990 einen Standorte am Flughafen allenfalls gehörten diese bauten ab 1994 dazu (Parak 2020, 184).
2013 veränderte sich nach Karten die Komposition der bauten auf dem Gelände und sind so angeordnet wie heute 2022.
Daraus zu schliessen ist das die ersten Barracken aufgrund der Migrant:innen und Flüchtlingen in 1994 erstellt wurden und bis heute in Betrieb sind. Seit 1996 ist das Flughafengefängnis gleich neben dem RKZ in Betrieb (Ligtenberg 2018, 2).
Es wirkt wie eine Drohung an alle Bewohner:innen vom RKZ, auch sie können jederzeit dahin verfrachtet werden.
Ausstattung des Aussenraums
Beschrieb der Anlage
Es ist kaum Mobiliar vorhanden. Alles wirkt selbst gebaut und organisiert. Ein Selbstgebauter Pavillon bietet einen Tisch und Sitzmöglichkeiten im Schatten und trockenen dieser ist zweiseitig mit einem Lattenzaun eingezäunt. Allenfalls ein Versuch Privatsphäre herzustellen. Aus Paletten wurden weitere Sitzmöglichkeiten im Freien erstellt.
Es befindet sich ein Basketball Korb auf dem Gelände vor der Gemeinschafts Container. Ein Ping Pong Tisch befindet sich vor einer Barracke gleich neben an einige SBB Palette Hochbeete.
Auf dem Gelände befinden sich verschiedene Kleinbäume und ein abgestufter Waldrand grenzt unmittelbar an das Gelände. Das Gelände ist kaum versiegelt sondern besteht primär aus gewachsenem Boden und ist von rasen geprägt. Weder die Container noch die selbst gebauten Strukturen auf dem Gelände stellen eine harte Grenze für Kleintiere dar.
Umgebung in Kloten
| Fläche | 19.28 km² |
| Einwohner:innen | 20’429 |
| Gemeinderat | 11 x SVP, 6 x SP, 5x FDP, 2x EVP, 2 x Grüne, 3 x GLP, 3 x Die Mitte |
Umgebung
Kloten gehört zur Siedlungstypologie, die Landschaft ist massgebend vom Flughafen geprägt.
Bis 1946 befand sich das Klotener Ried, welches als Artillerieschiessplatz genutzt wurde, da wo heute der Flughafen Zürich ist.
Kloten hat sich von einem Dorf mit Dorfkern zu einer Stadt mit verschiedenen Gesichter entwickelt.
Riedflächen, Bäche und Landwirtschaftsflächen prägten Kloten vor dem Flughafen bau stark. Heute sind die Bäche zum Grossteil wie üblich in Städten eingeholt, die Riedflächen sind verschwunden und Landwirtschaftsflächen nehmen ab und umringen die wachsenden Stadt.
Die Stadt Kloten bildet das Zentrum der Gemeinde und ist von Industrie wie auch funktionalen Wohnisiedlungen mit kleinen Wohneinheiten geprägt, diese wurden primär für Flughafen Arbeiter:innen und Flug Begleiter:innen gebaut.
Der Hochmoderne und extrem Luxuriöse Flughafen wie auch der neu Gebaute „the Circel“ wirken wie eine eigene Stadt in der Stadt Kloten.
Rohr liegt am südlichen Gemeinderand direkt neben dem Flughafen. Der Standort ist von unaushaltbarem Fluglärm geprägt.
Das Landschaftsbild weist viele harte Grenzen auf: der Umzäunte Flughafen, das Flughafengefängnis, Die Autobahn.
Offenen Kulturlandschaft mit Unterbrüchen vereinzelter Waldstücken, eine begradigte Glatt und die hochmoderne Zugstation (Balsberg) bilden die Landschaft um das RKZ. Die Glatt direkt neben dem RKZ befindet sich bereits in der Gemeinde Rümlang und ist somit für Personen mit einem Rayonverbot nicht zugänglich.
Anbindung und Einkaufsmöglichkeiten
Die nächste ÖV Station ist Unterriet. Es verkehrt die Tramlinie 10 und 14 diese ist in 15 Minuten zu Fuss und in 6 Minuten mit dem Fahrrad erreichbar.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es einige in der Gemeinde sie sind jedoch relativ weit entfernt vom RKZ.
Die nächste Einkaufsmöglichkeit ist ein Denner in der Gemeinde Opfikon. Zu Fuss 25 mit dem Fahrrad 10 Minuten. In der Gemeinde Kloten ist es der Spar. Zu Fuss 40min. mit dem Fahrrad 15 Minuten.
Spinnendiagramm
Kommentar zur Gestaltung und Kontext
Im Freien gibt es verschiedene Orte für sozialen Austausch der Basketball Korb und Ping Pong Tisch bieten Spielmöglichkeiten. Es gibt im freien 3 ersichtliche selbst gebaute Aufenthaltsorte.
Küche, Sanitäre Anlagen und Gemeinschaftsraum befinden sich nicht in allen Barracken. Im Winter wie auch bei schlechter Witterung sind die Bewohner:innen gezwungen durch die nässe, den Schnee und die Kälte zu gehen um die essentielle Ausstattungen zu Nutzen.
Der soziale Austausch mit anderen Personen die nicht im RKZ leben müssen ist durch den abgelegenen Standort und die ORS erschwert.
Das Gelände ist extrem einsehbar und die angrenzende Strasse wird als Teil vom Circle um den ganzen Flughafen rege von Sportler:innen genutzt.
Der Standort ist Abgelegen Einkaufsmöglichkeiten wie auch die nächsten ÖV Stationen sind weit entfernt. Menschen mit einem Rayon Verbot können das Angrenzende Naherholungsgebiet nur bedingt nutzen.
Abgesehen der rudimentären Erschliessungen der Barracken und der Abfall Stationen ist keine initial Gestaltung ersichtlich.
Selbst gebaute Strukturen wie der Pavillon sind Identitätsstiftend und zeigen, dass Menschen da wohnen.
In Anbetracht der Witterung wie auch der sehr kalten Winter ist es inakzeptabel, dass die Bewohner:innen gezwungen sind bei jeder Witterung nach draussen zu gehen um in den Gemeinschaftsraum zu gelangen und in Barracken wohnen müssen. Im Freien gibt es nur eine Überdachung was durch die Platzverhältnissen in den Container zu wenig ist. Bei angenehmen Wetter gibt es verschiedene Rückzugsmöglichkeiten. Diese sind so Angeordnet, dass sie kaum einsehbar sind und somit ein wenig Privatsphäre bieten.
Abgesehen vom Basketballkorb, dem Ping Pong Tisch und Hochbeeten gibt es keine ersichtlichen Betätigungsmöglichkeiten auf dem Gelände.
Bei dieser Anlage ist keine Einzäunung vorhanden, sondern sie ist extrem einsehbar von zwei Seiten. Die Strasse wird rege von Sportler:innen genutzt und führt unmittelbar an den Barracken vorbei.
Der Kontrast vom hochmodernen und unglaublich Luxuriösen Flughafen zu diesen Heruntergekommenen Barracken gleich neben an könnte kaum grösser sein. Diese Anlage ist ein offensichtliches Beispiel der zermürbungs Taktik um die vom Schweizer Asylsystem Illegalisierten Menschen dazu zu bewegen von selbst auszureisen.
Rückkehrzentrum - Urdorf
Eckdaten
| Standort | Urdorf |
| Kapazität | 90 |
| Zimmerbelegung | 4 Zimmer für alle, ca 20 |
| Arbeitsplätze | - |
| Grundstücksfläche | 4647 qm2 |
| In Betrieb seit | 2002 |
| Betreiber:innen | ORS |
| Vermieter:in | Kanton? |
| Typologie | Bunker |
Zur Planungsgeschichte
Leider sind zum Alter dieser militärischen Schutzanlage keine Informationen auffindbar.
Militärische Schutzbauten sind für Krieg und Krisen Situationen konzipiert und nicht als Wohnform für einen längeren Zeitraum. Trotzdem müssen seit 2002 abgewiesene Asylbewerber bzw. Personen, die von der Nothilfe abhängig sind dort wohnen (Regierungsrat Kanton Zürich, 2019, 4).
Ausstattung des Aussenraums
Beschrieb der Anlage
Es ist ein Festzelt rechts vor dem Eingang platziert mit Sitzelementen drin.
Selbstgebaute Palett-Sitzgelegenheiten sind gegenüber dem Eingang platziert. Im mit flutlichtbeleuchteten und überdachten Eingangsbereich steht nur eine Bank. Es gibt mehrere Überwachungskameras.
Der Bunker befindet sich unter einem nicht kartierten Waldstück. Im Waldstück östlich des Geländes befindet sich Bike-Park. Dabei handelt es sich um einen Erlen-Eschen Wald und einen anspruchslosen Buchenwald.
Gut zu Wissen
Oft wird als Zwangsmassnahme ein Rayonverbot erteilt. Bewohner:innen werden unter Androhung von Haftstrafen bis zu 3 Jahren und hohen Bussen dazu gezwungen, teilweise monatelang die Gemeinde nicht zu verlassen (Büchi, 2022, 5).
„Er und Roman wurden vor ein paar Wochen festgenommen, weil sie Urdorf verlassen und damit ein Rayonverbot missachtet hatten. Auch das ist eine Massnahme, um jene unter Druck zu setzen, die sich weigern, in ihr Herkunftsland zurückzukehren. Das Zürcher Migrationsamt beschreibt das Rayonverbot als Zwangsmassnahme, um «dem Ausländer bewusst zu machen, dass er sich hier illegal aufhält und nicht vorbehaltslos von den mit einem Anwesenheitsrecht verbundenen Freiheiten profitieren kann». Für Juri und Roman ist es ein unsichtbarer Käfig….
Wir hatten nicht gemerkt, dass wir die Ortsgrenze überschritten hatten. Etwa 200 oder 300 Meter weiter hat uns die Polizei angehalten. Sie waren uns wohl gefolgt“ (Gashi, 2019).
Umgebung in Urdorf
| Fläche | 7,58 km² |
| Einwohner:innen | 10’194 |
| Gemeinderat | EVP, 2 x FDP, SP, Die Mitte, 2 x Parteilos, |
Umgebung
Urdorf ist eine ländliche Gemeinde in der unmittelbaren Nähe von Zürich (10 Minuten mit dem Zug bis zum Hauptbahnhof). Die Landschaft ist von Landwirtschaft und Naherholungsgebieten geprägt. Der Dorfkern von Urdorf ist schutzwürdig.
In der unbebauten Urdorfer Landschaft befinden sich bis heute Kriegsrelikte der Sperrstelle 5050. Diese enthält Beispiele von Infanterie-Bunkern und Panzerhindernissen welche anfangs 1940 erstellt wurden. Sie gehörte zur Limmatstellung und verlief zwischen dem Üetliberg und der Limmat. (Kanton Zürich, 2019, 4)
Der Bunker ist in einem Stück Wald neben dem neu gebauten Aussenposten der Kantonspolizei Zürich und der Autobahn. Auf der nördlichen Seite grenzt der Bunker an Landwirtschaftsfläche.
Die Gemeindegrenze ist in unmittelbarer Nähe.
Einkaufen
Die nächste Möglichkeit zum Einkaufen ist ein Spar, dieser ist 15 Geh Minuten und 7 Minuten mit dem Fahrrad entfernt.
Anbindung
Die nächste Busstation ist ca. 8 Gehminuten entfernt. Mit dem Zug zur Handdrücke dauert es von Unter Urdorf 8 Minuten.
Spinnendiagramm
Kommentar zur Gestaltung und der Umgebung
Der total isolierte Standort im Wald von Urdorf macht es fast unmöglich, soziale Kontakte zu pflegen. Der Aussenbereich ist auf das absolute Minimum reduziert. Er bietet weder Privatsphäre noch verschiedene Nutzungsangebote. Menschen zu zwingen über einem längerem Zeitraum im Bunker zu leben mit Zimmer bis zu 20 Personen ohne Tageslicht und Frischluft macht psychisch und physisch krank und ist unmenschlich (Ruckstuhl, 2022, 14).
Rückkehrzentrum - Ober Halden
Eckdaten
| Standort | Egg, Obere Halden |
| Kapazität | 92 |
| Zimmerbelegung | 34 Zimmer, 2-8 Personen |
| Grundstücksfläche | 1’900 qm2 |
| In Betrieb seit | 1998 |
| Betreiber:innen | ORS |
| Vermieter:in | Kanton Zürich |
| Typologie | Umgenutzte Psychiatrie |
Zur Planungsgeschichte
Abb. 1996 Ober Halden
1887 wurde im Ober Halden eine „Anstalt der Humanität und christlichen Barmherzigkeit“ gebaut. Ohne gestalterische Einheit, die Gebäude wurden nicht zur selben Zeit erstellt (Kulturerbe Egg n.d.). Der Kanton kaufte zwischen 1974 und 1976 die private Heil- und Pflegeanstalt und baute sie zu einer Psychiatrischen Klinik um, dies als Aussenstation von der Psychiatrischen Klinik Burghölzli in Zürich. Die Aussenstation wurde 1993 geschlossen und während der offenen Drogenszene als geschlossene Anstalt für den führsorglichen Freiheitsentzug genutzt. Seit 1998 wird die Liegenschaft als Rückkehrzentrum genutzt. Es werden primär Frauen und Kinder gezwungen da zu wohnen (Züriost n.d).
Ausstattung des Aussenraums
Beschrieb der Anlage
Ein Laubengang, wie auch der Eingangsbereich, bietet Witterungsschutz. Es ist fast kein Mobiliar ersichtlich, darunter zwei Festbänke, ein Tisch und ein Spielgerät mit Rutschbahn. Ansonsten sieht der 4 Meter hohe eingezäunte Aussenbereich verwahrlost aus.
Der alte Baumbestand auf dem Gelände, wie auch der alte Obstbaum direkt vor dem Zaun sind ökologisch wertvoll. Der feinmaschige Zaun ist eine Grenze für Wildtiere und passt sich nicht in das idyllische Landschaftsbild ein.
Gut zu Wissen
„Mit dem Nothilfegeld müssen sie ihren ganzen Lebensunterhalt bezahlen: Essen, Kleidung, Haushalt, Zugtickets, Handyabo, Spielzeug, Hygieneartikel. Der Junge wünscht sich ein Kickboard. Das Geld reiche dafür aber nicht ansatzweise, sagen die Frauen eintimmig….
Auch die anderen Frauen haben ihre individuellen Geschichten, wieso sie hier sind, nicht zurück können und wie sie in der Schweiz von einem Zentrum ins nächste geschoben werden. «Es fühlt sich an wie ein Gefängnis», sagt eine. Die meisten stecken zurzeit in einem Verfahren. «Vom Anwalt heisst es immer nur warten. Aber wie lange denn noch?»“ (Hertel, 2020)
Umgebung in Egg
| Fläche | 14.48 km² |
| Einwohner:innen | 8’829 |
| Gemeinderat | 3 x FDP, Die Mitte, GLP, SVP, Parteilos |
Umgebung
Mitten in der futterbaugeprägten Hügellandschaft vom Mittelland am Fusse vom Pfannenstiel liegt Egg. Gleich ausserhalb der Gemeindegrenze ist der Greifensee.
Die Autobahn trennt Ober Halden räumlich vom Dorf Egg.
Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten
Der nächste Volg ist gleich bei der Forchstation Hinteregg. Zu Fuss 15 Minuten entfernt mit dem Fahrrad ca 7 Minuten.
Die Forchstation Hinteregg ist 15 Minuten zu Fuss entfernt. Der Stadelhofen Zürich ist in 30 Minuten erreichbar.
Spinnendiagramm
Kommentar zur Gestaltung und der Umgebung
Der Standort vom Rückkehrlager ist isoliert und abgeschottet am Gemeinderand. Der hohe Zaun trägt massgebend zum total unzugänglichen Charakter bei.
Die Fenster sind vergittert. Der Gebäudekomplex ist eingezäunt und total abriegelbar. Da sich der Standort mitten in landwirtschaftlich genutzten Flächen befindet, gibt es kaum Aufenthaltshaltsmöglichkeiten ausserhalb vom Zentrum. Die Schnellstrasse direkt vor dem Gebäude ist laut und nicht einfach querbar, denn es gibt keinen Fussgängerstreifen. Es gibt keine privat wirkenden Rückzugsorte auf dem Gelände. Sozialer Austausch mit dem sehr spärlichen Mobiliar und der erschwerten Zugänglichkeit ist nur bedingt möglich.
Rückkehrzentrum - Hammermühli
Eckdaten
| Standort | Gemeinde Lindau |
| Kapazität | 90 Personen |
| Zimmerbelegung | Sechs Personen, 3 Wohnungen für Familien und Frauen |
| Grundstücksfläche | 6809 m2 |
| In Betrieb seit | 1992 |
| Betreiber:innen | ORS |
| Vermieter:in | Stroba AG |
| Typologie | Umgenutztes Mühlen Ensemble |
Zur Planungsgeschichte
Abb. Hammermüli
Das Gebäudeensemble ist auf nationaler Ebene geschützt. ISOS, Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung.
1848 wurde ein Teil vom Ensemble als Kupferschmiede gebaut.
Seither prägten verschiedene Nutzungen das Gebäude. 1862 wurde es von Michael Maggi gekauft und zu einer Mühle umgenutzt und 1911 wurde das „Saalgebäude“ angebaut (Lindau ZH, n.b.).
Seit rund 50 Jahren nutzt die Naturbaustoff Firma, Stromab AG, einen Teil vom Gebäude Ensemble. Der Saal und andere Teile werden seit 1992 als Wohnraum für Asylsuchende genutzt (Regierungsrat Kanton Zürich, 4, 2011).
Ausstattung des Aussenraums
Beschrieb der Anlage
Es ist kaum Mobiliar vorhanden.
Ein Ping-Pong Tisch, ein paar Stühle und Bänke. Beim Eingang ist eine sehr kleine Überdachung vorhanden.
Es gibt einen solitären Edel-Kastanien Baum mit beträchtlichem Alter und hohem ökologischen Wert. Die Freiflächen sind nicht versiegelt, alle sind sickerfähig.
Umgebung in Lindau
| Fläche | 11.96 km² |
| Einwohner:innen | 5’589 |
| Gemeinderat | 3 x FDP, SP, 2 x SVP, Parteilos |
Umgebung
Lindau ist im kantonalen Richtplan als „Landschaft unter Druck“ definiert. Bezeichnend dafür ist, dass Lindau an Ballungsräumen, also dicht besiedelte Gebiete wie Winterthur und Effretikon angrenzt. Somit ist die nicht bebaute Landschaft erhöhtem Druck ausgesetzt.
Typologisch gehört Lindau zur ackerbaugeprägten Hügellandschaft des Mittellandes und zwei Drittel der Gemeinde besteht aus Wald und Wiese. Kemptthal ist im Vergleich zu den anderen vier Bezirken, ausschliesslich von der industriellen Vergangenheit geprägt und wird nicht als Wohnstandort genutzt und ist nicht aus einer Dorfkernstruktur gewachsen.
Industriegebäude, die Kempt, die Einfriedung durch die A1, wie auch die Zuglinie grenzen Kemptthal vom umliegenden Gemeindegebiet ab.
Verkehrsanbindung und Einkaufsmöglichkeiten
Der nächste Volg ist zu Fuss in 15 Minuten entfernt. Personen mit Rayonverbot haben keine andere Einkaufsmöglichkeit in der Gemeinde ausser, den kleinen Volg und den Tankstellen Migrolino.
Der Bahnhof Kemptthal ist 100 Meter vom RKZ entfernt, wobei auch eine Busstation vorhanden ist.
Spinnendiagramm
Kommentar zur Gestaltung und der Umgebung
Der Standort ist extrem abgelegen in der Gemeinde, denn in Kemptthal selbst wohnt abgesehen von den Bewohner:innen des Rückkehrlagers Hammermühle fast niemand.
Es ist nicht ersichtlich was zur Liegenschaft für die Nutzung der Bewohner:innen und was zur Stromab AG gehört. Die extreme Hanglage ermöglicht nur den Aufenthalt auf der Seite zur Winterthurerstrasse.
Es gibt keine verschiedenen Rückzugsmöglichkeiten. Der Aussenraum ist extrem klein und bietet kein diverses Nutzungsangebot. Die verschiedenen Nutzer:innengruppen (alleinreisende Männer und drei Familien) haben kein Nutzungsangebot im Freiraum, dass die verschiedene Bedürfnisse abdeckt.