Geplante Inklusion
Davon ist der Kanton Zürich weit entfernt!
AAZZ, Aussenraum Asyl-Zentren Zürich wendet sich mit dieser Website an Planer:innen, Politiker:innen und Interessierte, die sich mit der Unterbringung von Asylbewerber:innen, Flüchtlingen und Migrant:innen auseinandersetzen.
Um was geht es hier?
Bei AAZZ geht es um Sensibilisierung und Aufklärung über die herrschenden Lebensbedingungen der Bewohner:innen in den verschiedenen lagerartigen Asylunterkünften im Kanton Zürich.
Inklusion bedeutet, die Möglichkeit am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, sich zu bilden, zu arbeiten und sich zu integrieren, ohne die eigenen Werte und die eigene Identität aufgeben zu müssen. Dies im Gegensatz zur Integration, welche den Fokus auf die Anpassung an die hiesigen Verhältnisse bedeutet. Als Handlungsansatz wird eine Charta erstellt.
Heisst konkret:
Im Kanton Zürich gibt es verschiedene Arten von Unterkünften für Asylsuchende. AAZZ fokusiert auf die zehn Unterkünfte, zwei Bundesasylzentren, vier Durchgangszentren und vier Rückkehrlager. Diese werden auf landschaftsarchitektonischer Ebene analysiert und in ihrer Umgebung kontextualisiert.
Thesen
Es ist eine Zermürbungsstrategie, die Aussenräume der Asylzentren nicht bedürfnisgerecht zu gestalten.
Es gibt keine klar definierten Zonen beziehungsweise erkennbare Gestaltungsabsichten, um die Grundbedürfnisse von Privatsphäre, Geselligkeit, Ruhe, Entspannung, und Sicherheit zu unterstützen.
Wen beschäftigt das?
Viele Personen haben sich mit diesem Thema auseinandergesetzt.
Betroffene Personen, am Stammtisch, bei der Arbeit, auf der Strasse, Psycholog:innen, Psychiater:innen, Jurist:innen, Planer:innen, Politiker:innen…
Wir alle sollten uns Fragen zu den Unterdrückungsmechanismen und staatlichen Repressalien stellen, um eine klare Haltung zu entwickeln und handlungsfähig zu sein.
Für mich, Ayo Merz, ein:e Landschaftsarchitekt:in ist es unumgänglich für eine offene gerechtere und sozialere Stadtpolitik einzustehen.
Im Rahmen des Studiengangs Landschaftsarchitektur, im Modul, „individuelles Vertiefungsprojekt“, Herbstsemester 2022 an der Ostschweizer Fachhochschule OST Rapperswil, werden oben genannte Thesen untersucht.
Zwei inspirierende, unterstützenden und erfahrene Landschaftsarchitektinnen betreuen diese Arbeit.
Vielen herzlichen Dank an Professorin Ladina Koeppel und Gabi Lerch, dass Ihr mich bestärkt und mit mir auf Augenhöhe dieses Projekt durchführt.
Vielen liebsten Dank an meine Korrektur Leserin!